Die chinesische Medizin (oder kurz TCM) ist so alt wie die chinesische Kultur selbst. Die ersten überlieferten Texte reichen zwar „nur“ 2000 Jahre zurück, besitzen aber ein umfangreiches theoretisches Gedankengebäude, die Zeugnis für die bereits lange bestehende hohe Medizinkunst der Chinesen ist. Dieses Gedankengebäude bildet die Grundlage für alle politischen, religiösen und sonstigen kulturellen Strömungen in der Geschichte Chinas. Selbst heute noch ist dieses Denken in den Menschen tief verankert.
 
Im Westen nennen wir diese Gedankengebäude „Ganzheitliches Denken“ – damit meinen wir, dass sich der Mensch nicht getrennt von seiner Umwelt begreift, sondern als Teil des Ganzen, des Universums. Gleichzeitig ist der Mensch selbst eine Art kleines Universum.
 
Damit erklärt die chinesische Medizin alle Vorgänge im Körper, das Funktionieren des gesunden wie des kranken Körpers. So gesehen ist die chinesische Medizin eine vorbeugende Medizin, weil sie uns erklärt, wie wir unsere geistige und körperliche Gesundheit in die eigenen Hände nehmen können. Wenn wir dennoch krank sind, hilft sie uns die TCM auf vielfältige Weise, Körper und Geist in einen ausgeglichenen und gesunden Zustand zurückzuführen.